Falling Skies – Ein Geschichtsprofessor rettet die Welt

Quelle: TNT

Falling Skies ist eine actiongeladene Science-Fiction-Serie, die das Potenzial zu einer erstklassigen Serie verspielt.

Außerirdische haben die Erde erobert und eine Gruppe von Überlebenden in der Region Boston bekämpft die Invasoren. Einer ihrer Anführer ist ein Geschichtsprofessor, der nun notgedrungen zu den Waffen greifen muss, um seine Familie zu beschützen.
Das Thema Invasion aus dem All ist nicht neu. Doch die Serie Falling Skies verfolgt einige interessante Ansätze. Die Idee, dass ein Intellektueller notgedrungen mit knallharten Soldaten Seite an Seite gegen einen diabolischen Feind stehen muss, ist reizvoll. Doch damit komme ich gleich zum Hauptkritikpunkt an der Serie. Die Idee wird nicht tiefer gehend ausgeführt. Der Hauptcharakter Tom Mason begnügt sich über die ersten zwei Staffeln damit, geistreiche Einwürfe zu machen und Parallelen zu historischen Begebenheiten zu ziehen. Dabei bleibt es. Hier hätte die Serie das Potenzial gehabt, aufzuzeigen, was wir aus der Geschichte über den Feind der Menschheit lernen können, was wir über die Konflikte unter den Menschen lernen können und wie Erkenntnisse darüber in dieser postapokalyptischen Welt den Menschen helfen, besser zusammenzuarbeiten. Tom Mason ist zwar ein sympathischer Charakter, der sich rührend um seine Familie kümmert, doch sein Hintergrund als Forscher und Lehrer bleibt leider nur ein oberflächliches Beiwerk.

So wirken auch die Konflikte in der Serie mitunter sehr nach Schema-X gestrickt. Es gibt die üblichen Eifersüchteleien und Machtkämpfe, die –offenbar in Amerika so üblich- auch gerne mit Fäusten ausgetragen werden, und die gewohnten etwas kitschigen Kinderszenen. Action-Serien und –Filme gibt es wie Sand am Meer. Da wäre es eine angenehme Abwechslung, wenn der Protagonist aufgrund seiner Bildung den Gegner mit dem Kopf überlisten würde und die Gruppe einen würde, anstatt mit roher Gewalt und Durchhalteparolen. Im späteren Verlauf klingt dies an, wenn Tom Mason mit seinen rhetorischen Fähigkeiten Menschen begeistert und in schwierigen Situationen motiviert. Leider geht diese Kultiviertheit schnell wieder verloren, wenn er seinem Sohn auf die Schulter klopft, weil dieser einem Klassenkameraden, der ihn beleidigt hatte, eine rein gehauen hat. War Gewalt nicht schon immer ein adäquates Mittel zur Lösung von Konflikten?

Pluspunkte bekommt die von Steven Spielberg produzierte Serie für ihre monumentalen Spezialeffekte und für die doch immer wieder erstaunlichen und einfallsreichen Wendungen.
Falling Skies sorgt für kurzweilige Unterhaltung mit steigendem Spannungsfaktor. Den Tiefgang, den die Wahl des Hauptcharakters verspricht, hält sie nicht.

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