6 Gründe, warum die Macher von Star Trek die US-Regierung übernehmen sollten

Star Trek
Der Sitz des Föderationsrats in San Francisco. Bild: Memory Alpha

Die Nachrichten aus den USA stimmen dieser Tage meistens depressiv. Dabei war das Land in den 90er Jahren so cool. Wer hat sich nicht von den Star Trek-Serien und -Filmen begeistern lassen und der guten Botschaft, die sie vermitteln. Leicht vergessen wir, dass die USA nicht nur das Land korrupter Halsabschneiderkapitalisten sind, sondern auch großartige Utopien hervorgebracht haben, die Menschen auf der ganzen Welt inspiriert haben.
Schlechter als unter Donald Trump kann es kaum werden. Daher ist es vielleicht an der Zeit für einen Führungswechsel und ganz neue Visionen. Hier sind 6 gute Gründe, warum die Macher von Star Trek die US-Regierung übernehmen sollten.

1. Es gibt kein Geld in Star Trek
Wir alle wollen es haben und die meisten von uns können sich ein Leben ohne es kaum vorstellen: Geld. Umso erstaunlicher ist es, dass die Macher von Star Trek Geld in ihrer Zukunftsvision mal eben abgeschafft haben. Das zählt zu den primitiven Gesellschaftsformen, die die Menschheit der Zukunft überwunden hat. Der erhabene Mensch der Zukunft strebt nicht nach Profit, sondern ganz im Sinne der Aufklärung danach, im Einklang mit sich selbst und der Gemeinschaft, in der er lebt, zu sein. Armut gibt es nicht mehr. Der Zugriff auf die kollektiven Ressourcen ist gerecht verteilt.
Dennoch gibt es bei Star Trek eine Spezies, die das Profitstreben zur obersten Tugend erhoben hat. Die Ferengi sind mit ihren heiligen Regeln des Erwerbs eine Parodie auf den Raubtierkapitalismus des 20. Jahrhunderts.

2. Die Vielfalt der menschlichen und außerirdischen Lebewesen wird akzeptiert
Wie selbstverständlich gibt es in Star Trek keine Diskriminierung. In der Sternenflotte dienen -neben Außerirdischen und Androiden- Menschen jeglicher Hautfarbe, Geschlechts und sexueller Orientierung, auch in Führungspositionen. Es herrscht Religionsfreiheit. Wobei außer bei den spirituellen Bajoranern, die real existierende Wurmloch-Wesen anbeten, die Religion keine nennenswerte Rolle mehr spielt. Man denkt jetzt in erster Linie wissenschaftlich.

3. Es gibt keine Grenzen mehr
Den primitiven Drang, Mauern zu bauen und sich abzugrenzen, haben die Menschen der Zukunft abgeschüttelt. Stattdessen ziehen alle Völker, oder besser gesagt Ethnien, an einem Strang, um die Menschheit voran zu bringen und das Universum zu erforschen.

4. Es herrscht Demokratie
Die Menschheit lebt gemeinsam mit Außerirdischen in der demokratisch strukturierten Föderation der Vereinten Planeten. Es gibt einen gewählten Präsidenten und einen Föderationsrat, in dem jeder Planet ein gleichwertiges Stimmrecht hat. Die Politik ist auf das Allgemeinwohl ausgerichtet. Es gibt keine mächtigen Lobbygruppen, die die Politik zu ihren Gunsten beeinflussen.

5. Die Menschenrechte sind oberstes Gebot
Da es keine Nationalstaaten mehr gibt und keinen Kapitalerwerb, kann sich die Regierung darauf konzentrieren, ethisch richtige Entscheidungen zu treffen. Die Menschenrechte und die Rechte nicht-menschlicher Wesen sind in den Statuten der Föderation verankert und einklagbar.

6. Die Sternenflotte wacht und erforscht
Viele junge Star Trek-Fans wünschten sich, es gäbe die Sternenflotte wirklich. Eine coole Elitetruppe, die in der ganzen Galaxie unterwegs ist, um fremde Welten, Kulturen und Naturphänomene zu erforschen und um die Föderation vor Bedrohungen von außen zu schützen. Dabei ist sie immer von den hehren Prinzipien und Statuten der Föderation geleitet und von dem Respekt vor allen Lebewesen.

Zugegeben, diese Utopie wird von einigen technischen Errungenschaften und Annehmlichkeiten wie dem Replikator (der Essenserzeugung per Knopfdruck), der Wetterkontrolle und dem Beamen begünstigt. Dennoch ist es eine Utopie, die genauerer Betrachtung würdig ist und uns den Spiegel vorhält, der uns die aktuelle Entwicklung der Menschheit überdenken lässt. Selbst wenn Star Trek nur eine Utopie ist, allein die Kraft einer Idee hat die Menschheit in ihrer Geschichte immer wieder voran gebracht. Prinzipien wie die Menschenrechte, der Rechtsstaat, die Demokratie und soziale Gerechtigkeit waren nie so weit verbreitet wie heute. Ein Gebilde wie die Europäische Union war einst Utopie auf einem Kontinent, der bis vor 68 Jahren im Dauerkriegszustand war.

Wenn Präsident Trump dann endlich abgetreten ist, heißt es: Visionäre an die Macht!

Was denkst du über die Utopie von Star Trek und die aktuellen Entwicklungen in den USA? Wie sollte unsere Gemeinschaft deiner Meinung nach organisiert sein? Lass es uns wissen in den Kommentaren.

Weiterleiten:

Anzeigen

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*